Pilaf-Reis, der bequeme und feine Reis, auch Pilaw-Reis genannt
Susanna Martinez

Fotos: Hans-Peter Schwöbel
Es kommt auf die Küchen-Kultur an - wie so oft.
Früher kochte ich Reis in Wasser und schüttete das Wasser ab. Erst dann verarbeitete ich ihn weiter. Umständlich und aufwändig! Seit Jahren bereite ich Reis nur noch als Pilaf-Reis zu.
Man kann ihn dann gleich würzen und/oder weitere Zutaten addieren. Wunderbar schnell. Pilaf / Pilaw ist also keine Reissorte, sondern eine Zubereitungsart! Pilaf-Reis klebt nicht. Jedes Reiskorn bleibt frei und betont die Individualität aller anderen Reiskörner.
Zutaten und Zubereitung
500 g Basmati- oder Jasmin-Reis oder Duftreis - auf keinen Fall Milchreis!
(Diese Speise lässt sich auch mit Graupen, Couscous oder Grünkern zubereiten. Das wäre dann Graupen-, Coucous- oder Grünkern-Pilaf. Grünkern braucht viel mehr Kochzeit. Er ist ein Getreide, das es lange heiß will. Da muss man mit fast 40 Minuten rechnen, bis alles zum Essen fertig ist.)
Pilaf-Zubereitung ist anders als Risotto-Zubereitung. Beim Risotto wird während des Kochvorganges immer wieder gerührt und warme Flüssigkeit dazu gegeben. Es liegt also kein Deckel auf. Bei der Pilaf-Methode liegt der Topfdeckel auf und nur am Ende der Kochzeit wird mit einem Kochlöffel oder einer Gabel die fertige Speise aufgelockert und dann serviert.
Eine halbe Tasse Rapsöl oder Olivenöl oder Butter. Es kann auch etwas weniger Fett sein. Es kommt darauf an, wie ölig man das Getreide will. Bei mir bedeckt das Öl oder die Butter nur ganz knapp den Boden des Topfes oder der Pfanne.
Wenig Salz
Curcumae gibt der Speise Gesundheit und Farbe
Man kann auch Thai-Curry zum Würzen nehmen. Geräuchertes Paprika schmeckt auch fein, Harissa steigert die Schärfe. Es kommt auf die Esser an. Ich empfehle, vorher zu fragen, es lohnt sich! Alle sollen diese Beilage genießen!


Nach dem Anschwitzen im Fett gieße ich ca. ½ Liter warmes Wasser zu, das Wasser darf nicht kalt sein, es muss warm addiert werden. Mit dem Wasser das Getreide ganz bedecken, ein wenig umrühren, Deckel drauf und ca. 10 bis 12 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Auf der Elektroplatte kann man schon nach ca. 5 Minuten abschalten und die Restwärme zum Garen nutzen. Immer darauf achten, dass der Topfboden und die Heizfläche exakt passen. Heizfläche jenseits der Topfbodens vergeudet Energie. Bei Gasherden die Flamme immer so klein wie möglich halten. Das ist eine Frage der Erfahrung und Achtsamkeit. Bei Fernsehköchen beobachte ich oft schludrigen, das heißt unprofessionellen Umgang mit der Heizenergie.

Wir empfehlen dazu einen knackigen Salat, vielleicht auch Cevapcici oder Bratwurst.

006-2024 Susannas Goschenwonnen
Mittwoch, 20.03.2024
