
Raclette brodelt über feinen, ungeschälten Drillingen
Fotos: Hans-Peter Schwöbel
Eine winterliche Speise, die fertig auf den Tisch kommt, ohne dass man beim Essen arbeiten muss. Alleine, zu zweit oder in froher Runde schön gemütlich und locker zu genießen.
Zutaten
2 kg kleine Kartoffeln in der Haut, auch Drillinge genannt,
4 weiße oder rote Zwiebeln
500 g Raclette in Scheiben, ohne Rinde
125 g Butter oder 1 Tasse Rapsöl
Ganzer oder gemahlener Kümmel
2 Kaffeelöffel feines Salz
Eine halbe gemahlene Muskatnuss
Zutaten für den Salat
1 Kopf Zuckerhut-Salat, in feine Streifen geschnitten und gewaschen
2 rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten für den Geschmack und das Auge
Apfelessig
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Gerebeltes Bohnenkraut
Zubereitung
Die Kartöffelchen waschen und in der Schale kochen. Hier kann man zur Aromatisierung schon ein Kaffeelöffelchen Kümmelsaat ins Kochwasser geben. Mit einer Fleischgabel die Garprobe machen. Das kann je nach Größe der Kartoffeln schon nach zehn Minuten sein. Wenn die Kartoffeln auf Elektro gegart werden, muss man den Topf zeitig ausschalten und die Nachkochzeit nutzen. Energie sparen wir schon immer, unser Haushaltshandeln war seit Gründung unseres Haushaltes nachhaltig. Wir haben nicht auf Vorgaben gewartet. Wir brauchen nie ein Diktat in unserer Küche.
Wir können die Kartoffeln schälen, aber wir können sie je nach Hautzustand auch sofort in einen Topf mit der Butter oder dem Rapsöl geben. Im erhitzten Fett lassen wir die Kartöffelchen leicht bräunen und schön heiß werden.
Wenig salzen, der Käse bringt schon Salz mit, das muss berücksichtig werden.
Während die Kartoffeln kochen, reiben wir die Haushaltszwiebeln auf einer Reibe dünn in eine Schüssel, geben etwas Öl oder Butter dazu und garen sie mit 600 Watt vier Minuten. Sie kommen nach dem Braten zu den Kartoffeln, werden untergemischt und dann legen wir die Raclette-Scheiben auf die Kartoffeln, wie eine Decke. Geriebene Muskatnuss verfeinert nun den Topfinhalt. Ein Deckel kommt darauf, die Energie wird abgeschaltet, nach zehn Minuten haben wir eine wunderbare Raclette-Sauce auf den Kartoffeln, die wir nun servieren können.

Der Zuckerhut ist einer der feinsten Blattsalate. Er mundet leicht bitter – köstlich. Leider findet man ihn in der Kurpfalz nur selten. Am Bodensee habe ich ihn viel selbstverständlicher auf dem Markt angetroffen.
Den Zuckerhut schneiden, waschen, abtropfen lassen und zügig anmachen, schmeckt prima zu den Raclette-Kartoffeln. Es kann auch Gurkensalat sein, je nach Verfügbarkeit.

002-2024 Susannas Goschenwonnen
Mittwoch, 17.01.2024
