
Fotos: Hans-Peter Schwöbel
Wir zaubern aus Kartoffeln, Gurken und Zwiebeln einen herrlichen Salat.
Ein besonderer Geschmack kommt vom Estragon.
Zutaten
2 kg festkochende saubere Kartoffeln in fast gleicher Größe wegen der Kochzeit
1 Teelöffel ganzer Kümmel
1 große rote Zwiebel
1 große weiße Zwiebel
3 Zwiebelschlotten
1 große Salatgurke oder 2 mittelgroße Bauerngurken
2 Stängel Estragon
1 Tasse Himbeeressig
1 Tasse Rapsöl
2 Esslöffel mittelscharfer Senf oder Dijonsenf oder Dijonsenf mit Senfkörnern
2 Teelöffel Salz
2 Teelöffel Pfeffer
1 Teelöffel Maggi
1 Teelöffel gemahlene Muskatnuss
Zubereitung
Die festkochenden Kartoffeln in einem großen Topf mit Wasser und Kümmel aufsetzen. Das Kochgut soll ganz mit Wasser bedeckt sein, aber nicht so, dass das Wasser überkochen kann. Am Herd wird sauber gearbeitet! Sobald die Kartoffeln fest kochen, wird auf der Elektroplatte die Hitze auf kleinsten Energieverbrauch runtergeschaltet. Je nach Größe der Kartoffeln kann die Kochzeit zehn bis 18 Minuten betragen. Ich empfehle deshalb, nach der kürzesten Kochzeit mit einem Stich (mit einer Fleischgabel) in eine Kartoffel zu prüfen, ob sie noch weitere Garzeit braucht. Da der Deckel geöffnet war und die Kartoffel noch nicht gar ist, schließe ich den Deckel um keine Energie zu vergeuden. Nun bleibe ich am Herd und habe ein Auge, bzw. zwei auf die Kartoffeln.
Man bedenke, dass Elektro nachwirkt, auch wenn die Herdplatte ausgeschaltet ist. Das können bis zu zehn Minuten sein. Nach der letzten Stichprobe nehme ich die Kartoffeln aus dem Topf und lege sie auf einen großen Teller zum Ausdünsten und vor allem zum Abbinden. Die Kartoffeln brauchen Zeit zum Abbinden, dann erst werden sie geschält und wieder auf einem großen Teller ausgebreitet.

Jetzt hat mein Mann Hans-Peter seinen großen Moment. Er schält die Kartoffeln, was er sehr gerne tut. Wenn alle Kartoffeln entkleidet sind, schneide ich sie in die Salatsauce.
Während die Kartoffeln ihrer weiteren Bearbeitung entgegen kochen, bereite ich aus den o.g. Zutaten die wunderbare Salatsauce zu. Alles wird geschnitten und geschnippelt und in die Flüssigkeit gegeben. Die Estragonblättchen werden mit einem scharfen Messer gehäckselt. So erschließt sich ihr feines Drachen-Aroma. Das Anmach-Gut wird schön vermengt. Dann erst werden die Kartoffeln in Scheiben hineingegeben. Ich empfehle, alles mehrmals umzurühren. Kartoffelsalat mischt und mengt man am Besten mit bloßen Händen. Ein Genuss für alle Sinne. Wir stellen ihn in den Kühlschrank, wenn wir gekühlten Kartoffelsalat mögen. Man kann ihn aber auch lauwarm essen. Es heißt, die Schwaben lieben in so. Warum nicht. Die Essenspolizei kommt nicht zur Kontrolle vorbei, da dürfen wir beruhigt sein. Alle essen nach ihrem Geschmack und nach ihrer Freiheit.

Estragon im Topf auf unserem Terrassentisch
Vor dem Servieren wird probiert und vielleicht auch abgeschmeckt. Die Gewürzmengen können variieren, jede Kartoffelart schluckt die Gewürze unterschiedlich intensiv. Dieser Kartoffel-Gurken-Zwiebel-Salat ist für sich alleine köstlich. Dennoch kann ich auch als Begleitung empfehlen: heiße Rindswurst (Koscherwurst) oder Nürnberger Bratwurst oder kalte Wiener oder heiße rote Wurst oder Schnitzel oder Braten etc. Wohlan Essensfreiheit tobe Dich aus!
008-2023 Susannas Goschenwonnen
Mittwoch, 30.08.2023
