
Fotos: Hans-Peter Schwöbel
Salate, Salaate, immer mehr Salaaate
Susanna Martinez
Salate stellen eine eigene Galaxie dar im unendlichen Universum des Ahnens, Erwartens, Schmeckens, Riechens, Duftens, Lauschens, Tastens, Kauens, Malens, Schluckens und Genießens. Sie ermöglichen es auch Menschen, die noch nicht so tief in die Küchen-Kunst eingedrungen sind, sich und Anderen köstliche Goschenwonnen zu bereiten.
Es gibt auch warme Salate. Meine und Hans-Peters Gelüste richten sich aber mehr aufs Kühle, Knackige, Sauermachtlustige. Letzteres meint in Wirklichkeit: Sauer macht Gelüste.
Nichts gegen Omas klassischen Kartoffelsalat. Man kann ihn genießen. Aber, was hindert uns daran, auszuprobieren und zu variieren?
Im oberen Bild sehen wir eine Schüssel, die bestimmt wird von einem knackigen Radicchio, säuerlichen Schlotten und einem unübertrefflichen Petersilien-Sträußchen. Die halbierten und/oder geviertelten, ungeschälten Drillinge sind eher eine Dreingabe. Ihn mit dem Wort Kartoffelsalat zu benennen, würde ihm nicht gerecht.
Im folgenden Bild dagegen überwiegt die Kartoffel und verbindet sich doch mit in Streifen geschnittenem Paprika und Salatgurken. Den Paprika schälen wir nicht, sondern waschen ihn nur gründlich vor dem Schneiden, und befreien ihn von seinen Kernen. Auch die Gurke wird nicht geschält, oder nur an Stellen, die vielleicht ein wenig schadhaft sind. Man kann als Beilage Bratwurst, Weißwurst, Servela, Koscherwurst (Rindswurst) dazu essen. Aber als vegane Speise taugt, schmeckt und sättigt sie auch ganz ohne diese Zugaben.

Dieser Backstein-Käsesalat mit heißen Kartoffeln ist ohnehin ein ganzes Gericht. Mehr braucht es nicht.

Zutaten für alle Salate
Saubere, unbeschädigte Salate und/oder Kartoffeln, bzw. gekochte Nudeln.
Bei den Ölen nehme ich besondere Geschmacksrichtungen, zum Beispiel Raps.
Die Essige sollen auch besonders sein, z.B. Balsamico oder Condimento Bianco.
Die Zwiebeln, rot oder weiß, werden geschält und entweder in Stückchen geschnitten oder auf einer Küchenreibe fein gerieben. Bei roten Zwiebeln rate ich zu baldigem Verbrauch. Sie verlieren rascher als die weißen ihre Frische und Knackigkeit.
Grundsätzlich nehme ich wenig Salz, das ist für uns gesünder.
Senf schmeichelt dem Gaumen. Er enthält schon Salz, deshalb nehme ich Senf sparsam.
Bei Pfeffer variiere ich auch, man findet im Einzelhandel viele verschieden gewürzte Pfeffer, z.B. Orangenpfeffer oder Zitronenpfeffer. Pfeffer aus der Mühle gibt Pfiff an die Speisen, also nur zu!
Frische Kräuter sind ein Genuss, aber man muss sie wirklich frisch finden! Abgewelkte, verzottelte und langweilig schmeckende Kräuter nehme ich nicht. Meine Wahl zum Würzen sind dann getrocknete und gerebelte Kräuter, sie stechen die frischen oft aus! Auch gefriergetrocknete Kräuter sind leicht erhältlich und kostengünstig! Probieren Sie’s.
Im Laufe der Zeit sammeln sich bei mir viele Möglichkeiten zur Geschmacks- und Genusssteigerung an. Das Repertoire ist riesig.
Zubereitungsmöglichkeiten
Alles, was den Salat bereichern soll, ist fix und fertig gerichtet und angeordnet. Essig und öl kommen meistens in den Boden der Salatschüssel, dann kommen die Zwiebeln und Kräuter und anderen Gewürze dazu. Alles wird schön verrührt, erst dann kommt der Salat dazu.

Vermeiden Sie die unqualifizierten Anregungen aus manchen Fernseh-Kochsendungen, in denen der Salat in der Schüssel ist und dann erst die Würze dazu gegeben wird. Zerrupfter und zermatschter kann diese Speise nicht sein.
020-2026 Susannas Goschenwonnen
Mittwoch, 30.09.2026
