Was än foiner Reddisch-Salat

Rettig

Foto: Hans-Peter Schwöbel

Was än foiner Reddisch-Salat

Susanna Martinez

Gibt es in des Sommers Hitze schönere Goschenwonnen als frische, kühle, knackige Salate? Ihr Universum ist unendlich. Ein Salat-Fetischist könnte ein langes Leben verbringen nur mit Salaten – ohne Schaden zu nehmen an Leib und Seele.

Wie immer bei frischen Grundlagen und Zutaten kommt es beim Rettich darauf an, dass er frisch und fest ist. Man muss den strammen Kerl anfassen – und wehe, er ist doddelisch. Dann muss man ihn liegen lassen und den Laden unter Absingen schmutziger Lieder verlassen. (Doddelisch ist ein Begriff aus den (kur-)pfälzischen Dialekten. Er bedeutet so viel wie weich, wabbelig, schlaff, ohne festen Halt - quasi ein Rettich, ohne Haltung...)

Zutaten

Einen langen, starken, festen weißen Rettich, oder fünf, sechs kleinere ebenso stramme rote Rettiche. Besonders nach Rettich schmeckend ist der berüchtigte schwarze Rettich. Wir lieben ihn. Er braucht aber starke, schärfeliebende Esser. Es gibt auch Esserinnen, die scharfen Rettich lieben!

Der frische Rettich wird im Gemüseladen ausgesucht. Am Wipfel kann er grüne Zotteln haben. Die dürfen nicht vertrocknet sein! Dürres Laub würde auf einen trockenen Rettich verweisen. Wie immer: Achtung beim Einkauf!

Der Rettich wird gewaschen. Er wird sehr fein geschält. Eventuell vorhandene Wurzeln werden abgeschnitten. Auch das Wipfelkraut kommt weg.

Auf einer Haushaltsreibe wird er gerieben. Die Reibestärke stelle ich mir nach meinem Belieben ein. Allein die Art der Reibe ermöglicht sehr unterschiedliche Goschenwonnen. Zarte Streifen bieten eine etwas sanftere Begegnung als dicke Scheiben. Wir mögen beides, neigen aber etwas mehr zur groben Variante. Bei Äpfeln, Birnen oder dem Rettich mögen wir es, wenn’s beim Reinbeißen und Kauen kracht.

2 bis 3 große Haushaltszwiebeln, geschält, gewaschen und gerieben. Man kann sie auch in Stückchen schneiden, z. B. würfeln. Was den Schnitt angeht, gilt dasselbe wie beim Rettich.

1 Bündel glatte oder krause Petersilie, oder ein Bündel Maggikraut. Wir sagen auch Liebstöckel dazu, gewaschen und auf einem Brettchen gehackt.

Eine tüchtige Prise Salz 

Eine freche Prise Orangen- oder Zitronenpfeffer

1 halbe Tasse schwarzen Kümmel. Es darf auch herkömmlicher Kümmel sein; man könnte auch gemahlenen Kümmel nehmen, das wäre dann Cummin.

1 Tasse Apfelessig oder Condimento Bianco

1 Tasse Olivenöl oder Rapsöl oder Distelöl

1 Löffelchen gemahlene Muskatnuss

2 bis 3 Spritzer Maggi

 

Zubereitung

Den Rettich mit seinen Zutaten/Gewürzen in eine ausreichend große Schüssel geben, die nach dem Mischen und Abschmecken in den Kühlschrank wandert. Der Salat sollte eine halbe Stunde mindestens kühlen. Dann ist er genussfertig. Wohl bekomm’s!

 

 

014-2026 Susannas Goschenwonnen 

Mittwoch, 08.07.2026

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