
Fotos: Hans-Peter Schwöbel
Knoblauchs zärtlicher Bruder: Bärlauch
Susanna Martinez
Unser Freund, Stefan Michael Alles, ein geschichtskundiger, heimatverbundener Wallstadter Poet hat uns Bärlauch aus seinem Garten geschenkt. Was für ein Privileg! Wir sind uns nah und kommen von weit. Unsere Verbundenheit ist älter als wir selbst.
Bärlauch in Tomatensauce und Pilaf-Speck-Reis
Zutaten
Ein Achtel Butter, es kann auch eine halbe Tasse Rapsöl oder Olivenöl sein.
200 g Speck in Stücke geschnitten
500g Basmatireis zum Anrösten und Ausquellen-Lassen

2 Esslöffel Curcuma, gemahlen
1 Esslöffel Salz
1 Liter leicht angewärmtes Wasser
Bärlauch, gekauft, aus dem Garten oder von einer sauberen Wiese. Die Menge variiert.
Nach Möglichkeit ohne Verschmutzungen, weil die sich beim Waschen nur schwer entfernen lassen.

1 Dose gequetschte Tomaten im eigenen Saft
Dieselbe Menge Wasser zum Ausspülen der Dose
Ein Achtel Butter oder siehe oben!
2 Esslöffel Koriandersaat
2 Esslöffel weiße Senfsaat
1 Esslöffel Salz
1 Esslöffel Pariser Pfeffer
Zubereitung
Das Fett im Topf angehen lassen, den Speck und den rohen Reis in die Schmelze geben und bei dieser Temperatur anschwitzen.
Wenn das Kochgut Farbe angenommen hat und kurz vor dem dunkel Werden ist, lösche ich den Topfinhalt mit lauwarmem Wasser ab.

Immer fest rühren, bis alles sprudelt! Deckel drauf und bei gedimmter Hitze garen lassen, das kann in zehn bis zwölf Minuten schon passieren. Umrühren hilft, das Kochgut vor dem Anbrennen zu schützen.
Während der Reis kocht, bzw. gart, wasche ich den Bärlauch gründlich und fülle ihn in einen Durchschlag zum Abtropfen. Hin und wieder untersuche ich die Bärlauchblätter, dass sie sauber sind. Vor allem darf kein Sand daran haften, sonst knirscht es im Mund und wir haben keine Freude am Essen.

Im Kochtopf erhitze ich das Fett, gebe die Saaten hinein und lasse sie angehen, immer unter Rühren. Mit einem Kochlöffel, nicht mit den von mir bekämpften Suppenlöffeln. Sie kratzen auf dem Pfannenboden und helfen nicht beim Anrösten der Saaten.
Nun kommt der Bärlauch in den Topf und die Tomaten aus der Dose. Aufkochen lassen und Deckel drauf. Es soll schmecken, wenn die Gewürze noch dabei sind und ihre Aufgabe erfüllt haben. Wohl bekomm’s!


006-2026 Susannas Goschenwonnen
Mittwoch, 18.03.2026
