
Fotos: Hans-Peter Schwöbel
Bauernhäxle
geräuchert, ohne Knochen, mit Zwiebeln und Stangenbohnen
Susanna Martinez
Zutaten
1 Bauernhäxle, entbeint und geräuchert, ca. Gewicht 400 g bis 500 g
6 Haushaltszwiebeln, geschält, gewaschen und gestückelt
Eine halbe Tasse Rapsöl
1 kg Stangenbohnen, gewaschen und gestiftelt, mundgerecht zerkleinert
2 Esslöffel Salz
2 Esslöffel Pariser Pfeffer
1 Kaffeelöffel gemahlener Ingwer
1 Kaffeelöffel gemahlene Muskatnuss
2 Esslöffel gerebeltes, getrocknetes Bohnenkraut
Ein halber Liter Weißwein oder Rotwein
Ein halber Liter angewärmtes Wasser
Zubereitung
Ich esse gerne von Fett durchzogenes und geräuchertes Schweinefleisch. Wenn es mir gelingt, ein Bauernhäxle zu kaufen, dann freut sich mein Magen. Nicht oft genieße ich dieses Fleisch, aber dann und wann will ich mir diesen Genuss gönnen. Beim Einkauf achte ich, wie bei allen Lebensmitteln, auf Qualität aus anspruchsvoller Haltung und Erzeugung. Meine feste Regel lautet: Vor jedem Preisvergleich kommt der Qualitätsvergleich. Und für bessere Qualität bin ich bereit auch mehr zu zahlen. Dass Menschen sich das nicht leisten können, stelle ich in Abrede. Hans-Peters These gilt: Billig ist teuer!
Vor dem Kochen richte ich alle Zutaten auf meiner Arbeitsplatte neben meinem Herd. Der Kochtopf muss groß sein. Er steht auf der größten Herdplatte. Wenn ich die eingeschaltet habe, kommt zuerst das Rapsöl in den Topf. Das gevierteilte Bauernhäxle brate ich an, wende es mit zwei Spateln bis es schön Farbe angenommen hat.
Karamell ist meine bevorzugte Farbe. Bei mir brennt die Küche nicht. Deshalb brauche ich auch keine Dunstabzugshaube. In vielen Küchen ist die ein unverzichtbares Utensil, das sich hervorragend eignet, den eigenen Küchendunst im Wohn- oder Schlafzimmer des Nachbarn „zwischenzulagern“.
Wenn ich koche, will ich den Duft meines Essens nicht aus unserem Haus verbannen. Alles riecht so fein. Wir genießen es.
Wenn das Fleisch heiß ist, gebe ich die Zwiebeln dazu, rühre gut um und lasse auch die Zwiebeln langsam garen. Nun ist die Zeit für die Bohnen gekommen. Ich schütte sie aus dem Seiher ins Kochgut. Auch die Gewürze kommen nun in den Topf. Flüssigkeiten verhindern das Anbrennen, immer wieder rühre ich alles um.


Nun gebe ich allem mindestens 30 Minuten Zeit zum Schmurgeln und Garen. Deckel drauf! Das geräucherte Fleisch hat ja schon etwas Garzeit hinter sich.
Mein Mann mag dieses Fleisch nicht, aber er frohlockt, wenn ich zu den Bohnen Rindswurst serviere. Dieses Essen reicht gut für sechs Personen. Manchmal serviere ich Salzkartoffeln dazu, oder Reis oder Pasta. Graupen passen auch sehr gut. Sie haben die freie Wahl.

002-2026 Susannas Goschenwonnen
Mittwoch, 21.01.2026
